Musiktheorie im Selbststudium

Über dieses Arbeitsbuch Musiktheorie:

Erinnern Sie sich noch daran, als Sie lesen lernten? Wie Sie die Buchstaben der Worte einen nach dem anderen erkannt, buchstabiert und am Ende des Wortes kurz überlegt haben, bis Ihnen die Bedeutung mit kleinem Aha-Effekt durch den Kopf geschossen ist und es dann ausgesprochen werden konnte.

Heute erkennen Sie beim Lesen nicht nur Worte, sondern ganze Sätze und deren inhaltliche Zusammenhänge auf einen Blick.

Stellen Sie sich vor, es würde sich jemand darum bemühen, Balladen von Schiller oder Goethe auswendig zu lernen und rezitieren zu wollen und würde die Bedeutung etlicher Worte nicht kennen, sich darüber hinaus auch noch in diesem Wissenszustand des Lesen-Lernens befinden: Dies würden Sie doch auch als völlig unsinnig ansehen, denn das Scheitern solcher Bemühungen ist schon vorprogrammiert. Niemand kann etwas Sinnvolles darstellen, dessen Sinn er nicht zuvor erfasst und mit seinem Geist und Intellekt durchdrungen hat.

In meiner langjährigen pädagogischen Tätigkeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich aber genau in diesem Zustand die meisten Musikausübenden befinden, von denen es manche auf ihrem Instrument sogar schon zu ganz beachtlichen Leistungen (Bundespreisträger „Jugend musiziert“) gebracht haben.

Worum geht es mir also mit diesem Arbeitsbuch Musiktheorie?
Ich möchte allen Musikausübenden eine Anleitung geben, wie man sich die Grundlagen der Musiktheorie und der Harmonielehre im Selbststudium methodisch am besten (schnell und gründlich) aneignet und vor allem dann für die Praxis anwendet.

Wenn Sie dieses Buch durchgearbeitet haben, können Sie schon beim Lesen der Noten und dann ebenso beim Ausüben von Musik auf Ihrem Instrument melodische und harmonische Zusammenhänge schnell und sicher erkennen, hören und verstehen, können sich dadurch schneller ein Stück erarbeiten, besser auswendig lernen, und haben dann für Ihre Interpretation nun nachvollziehbare und überprüfbare Anhaltspunkte.

Der Nutzen dieses Arbeitsbuches Musiktheorie liegt aber für den Anwender gleichermaßen auch beim Hören und Genießen von Musik, denn durch besseres Verstehen erhöht sich auch die Erlebnisfähigkeit. Und um diese geht es uns Musikern schließlich doch!