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Musikpädagogik
Über das Üben
„Übung macht den Meister“ – dieses Sprichwort
trifft natürlich auch für das Erlernen eines Instruments
zu.
Dabei ist die Regelmäßigkeit des Übens viel wichtiger
als die Quantität, wobei die tägliche Beschäftigung
von 30 Minuten mit dem Instrument als Minimum gilt.
Jeder Schüler soll sich zu Beginn des Schuljahres einen Übeplan
erstellen, der sich nach den Pflichten und Terminen des Schulalltags
ebenso wie nach der individuellen Freizeit-Gestaltung richtet.
Bei Kindern im Grundschulalter ist die Mithilfe der Eltern besonders
gefragt, jedoch weniger nach dem Motto „hast Du heute schon
geübt“, als vielmehr durch ständiges Bekunden von
Interesse und Anerkennung am Fortschritt und an der musikalischen
Beschäftigung des Kindes.
Begünstigend für den Fortschritt des Kindes sind auch
ein ungestörtes Arbeitsklima in separatem Raum, getrennt von
Fernsehen, Computer und dem allgemeinen Familienleben.
Vor allem bei kleinen Kindern gilt: Der Stellenwert, den die Eltern
für das Üben und Musizieren dem Kind gegenüber signalisieren,
wird sich auch auf das Übeverhalten des Kindes übertragen.
Und genauso aber auch umgekehrt: Zweifel, Ängste, Sorgen, Hektik,
Unachtsamkeit, Unruhe und Desinteresse wirken manchmal auf Kinder
so demotivierend, dass auch der engagierteste Lehrer unter diesen
Umständen machtlos kapitulieren muss.
Nicht nur aus diesem Grund empfiehlt sich von Vornherein ein intensiver
Kontakt von Eltern zum Instrumental-Lehrer, der unter günstigen
Umständen fast wie eine zweite erzieherische Instanz oder als
„Coach“ neben dem Elternhaus fungieren kann. |
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